Mit Plasmaspenden Leben retten – Teil 1

Immer mehr Menschen benötigen im Laufe ihres Lebens Medikamente, die aus Blutplasma hergestellt werden. Dazu wird das Plasma in seine einzelnen Bestandteile getrennt und verarbeitet. In dem ersten Teil dieses Blogartikels zeigen wir zwei Beispiele, welche Arzneimittel aus deinem Blutplasma hergestellt werden.

Wofür Arzneimittel, aus Plasmaproteinen benötigt werden

Manche Menschen benötigen Plasma im Rahmen einer medizinischen Notversorgung, wie etwa nach einem Unfall oder bei einer Operation. Andere Patientinnen und Patienten, zum Beispiel jene mit einer Immunerkrankung, sind ein Leben lang auf Medikamente aus Blutplasma angewiesen, um überleben zu können.

Blutgerinnung

Zu den bekanntesten aus Plasma hergestellten Medikamenten gehören die Gerinnungsfaktor-Präparate. Diese können seit den 60er Jahren den Gerinnungsfaktor VII aus menschlichem Blutplasma isolieren und zur Behandlung eingesetzt werden. Benötigt werden diese beispielsweise für Menschen mit Hämophilie (Bluterkrankheit). Aufgrund eines genetischen Effekts fehlt diesen Patientinnen und Patienten ein wichtiges Protein zur Blutstillung. Eine unzureichende Gerinnung ist gefährlich, weil das Blut selbst bei leichten, spontan auftretenden Beschädigungen von Blutgefäßen nicht mehr zur Selbstreparatur – das heißt zur Bildung einer Kruste aus Blutplättchen – in der Lage ist. Blutungen können innere Organe, Gelenke oder Bereiche im Gehirn schädigen. Bei größeren Verletzungen und Operationen gerinnt das Blut nicht oder nur sehr langsam, was zu großem, lebensbedrohlichen Blutverlust führen kann.

Durch die Einnahme von Medikamenten, hergestellt aus Blutplasma, haben Patientinnen und Patienten mit der Bluterkrankheit nahezu die gleiche Lebenserwartung und Lebensqualität wie gesunde Menschen!

Medikamente aus Blutplasma ermöglichen den
erkrankten Menschen ein „normales“ Leben.

Immunglobuline

Immunglobuline (Antikörper) sind eine der wichtigsten „Waffengattungen“ des Immunsystems. Sie zirkulieren im Blut und „erkennen“ Krankheitserreger. Dabei binden sie sich an sie und machen sie damit unschädlich. BioLife isoliert Immunglobuline aus dem Blut gesunder Plasmaspenderinnen und -spender und stellt damit Arzneimittel her, welche deren Abwehrkraft auf erkrankte Menschen „übertragen“. Auch Organtransplantierte benötigen Immunglobuline, weil ihr Immunsystem medikamentös „gebremst“ wird, damit es das Spenderorgan nicht abstößt. Gleiches gilt für Krebspatientinnen und -patienten, deren Immunsystem durch Chemotherapie oder Bestrahlung geschwächt ist.

Heute sind etwa 70 verschiedene Formen von angeborenen Immundefekten bekannt. Sind davon nicht die Abwehrzellen selbst, sondern Antikörper und andere abwehraktive Eiweißstoffe (Immunglobuline) betroffen, spricht man von humoralen Immundefekten. Kinder mit letzteren können sehr leicht behandelt werden: Sie erhalten mehrmals pro Monat ein aus Plasma gewonnenes Arzneimittel, welches ihnen die fehlenden Immunglobuline zuführt.

Immunglobuline werden aus menschlichem Blutplasma
isoliert und zu Medikamenten verarbeitet.

Deine Spende zählt!

Das sind nur zwei Beispiele, die zeigen wie wichtig es ist, Blutplasma zu spenden. Deine Spende zählt, um alle Patientinnen und Patienten versorgen zu können. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, welchen Patientinnen und Patienten mit Arzneimittel aus Blutplasma bereits geholfen wurde, klicke hier.

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